Das Forschungsprojekt Pulskontrolle ist Teil des Austrian Digital Heart Program und zählt zu den größten digitalen Herzvorsorge-Initiativen Österreichs. Unter der Leitung der Abteilung für Kardiologie und Angiologie der Medizinischen Universität Innsbruck wird eine innovative Smartphone-App erprobt, mit der es möglich ist, Anzeichen von Vorhofflimmern frühzeitig zu erkennen. Vorhofflimmern ist die häufigste Herzrhythmusstörung und verläuft oft ohne Symptome. Bleibt Vorhofflimmern unerkannt, steigt das Risiko für Schlaganfälle und Herzschwäche deutlich.
Personen ab 65 Jahren erhalten im Zuge des Projektes Pulskontrolle eine Einladung zur Teilnahme und können sich online registrieren. Nach dem Zufallsprinzip werden Studieninteressierte in zwei Gruppen eingeteilt: eine Gruppe wird wie gewohnt weiter medizinisch betreut, während eine andere, digitale Gruppe mithilfe einer Studien-App für das Smartphone regelmäßig den Puls misst. Erkennt die App Auffälligkeiten, wird eine weitere Abklärung empfohlen und eine digitale Gesundheitsbegleitung inklusive telemedizinischer, ärztlicher Information angeboten.
Ziel des Projekts ist es, eine neue, digitale Methode zur Früherkennung von Vorhofflimmern in der österreichischen Bevölkerung zu testen und somit Schlaganfälle durch rechtzeitige Diagnose und Behandlung zu verhindern. Gefördert wird das Projekt Pulskontrolle vom Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung, welches von der Ludwig Boltzmann Gesellschaft vertreten wird.