Was sind digitale Studien und welche Vorteile haben sie?

Digitale klinische Studien – oft auch als dezentrale oder virtuelle Studien bezeichnet – nutzen digitale Technologien, um Studienabläufe flexibler, effizienter und patientenfreundlicher zu gestalten. Sie ergänzen oder ersetzen klassische Präsenzbesuche durch digitale Methoden wie Smartphone-Apps, Telemedizin oder Online-Plattformen.  

Das bringt viele Vorteile mit sich: 

  • Mehr Komfort für Teilnehmende. Durch digitale Studien müssen die Teilnehmer weniger oder gar nicht mehr in Studienzentren, also in Kliniken oder Arztpraxen kommen, sondern können Schritte wie Aufklärung, Datenerhebung oder Fragebögen von zu Hause aus erledigt. 
  • Ausweitung der Zugänglichkeit. Digitale Studien ermöglichen mehr Menschen die Teilnahme. So können auch Personen teilnehmen, die in ländlichen Regionen weit weg von Studienzentren wohnen oder aufgrund eingeschränkter Mobilität diese nicht erreichen können. 
  • Diversität. Durch die Entkopplung von geografischen Standorten lassen sich PatientInnen aus verschiedenen Regionen, sozialen Schichten und Altersgruppen besser einbinden, was einen großen Vorteil für die Aussagekraft von Studienergebnissen darstellt. 
  • Bessere und kontinuierlichere Datenerfassung. Durch digitale Endgeräte (z. B. Smartphones, EKG-Geräten oder Apps) können Daten mit wenig Aufwand in Echtzeit und über längere Zeiträume hinweg kontinuierlich erfasst werden.  
  • Bessere Kommunikation. Mithilfe von Softwarelösungen wie z.B. Chatbots, Chatfunktionen oder Telemedizin haben TeilnehmerInnen die Möglichkeit sich kontinuierlich über die Studie zu informieren oder sich direkt an die Studienzentrale zu wenden.  
  • Verbesserte Verlässlichkeit. Digitale Erinnerungen per App helfen den TeilnehmerInnen dabei, sich an Aufgaben innerhalb der Studie zu erinnern. So kann beispielsweise eine Erinnerungsfunktion dabei helfen, die TeilnehmerInnen an Messungen oder das Ausfüllen von Fragebögen zu erinnern. Somit können Ausfälle oder Studienabbrüche verringert werden.