Was ist der Unterschied zwischen PPG und EKG?

Ein EKG (Elektrokardiogramm) und ein PPG (Photoplethysmogramm) sind beides Verfahren zur Messung von Herz- und Kreislauffunktionen, aber sie arbeiten auf unterschiedliche Weise. 

Das EKG misst die elektrische Aktivität des Herzens. Bei jedem Herzschlag entstehen im Herzen elektrische Impulse, die dafür sorgen, dass sich die Herzmuskeln zusammenziehen und wieder entspannen. Diese Impulse kann man über Elektroden auf der Haut erfassen. So zeigt ein EKG genau, wann und wie stark das Herz elektrisch erregt wird, also ob es im richtigen Rhythmus schlägt, ob Störungen der Erregungsleitung vorliegen oder ob es Hinweise auf einen Herzinfarkt oder andere Erkrankungen gibt. Wenn Sie mehr über EKG-Messungen erfahren möchten, klicken den folgenden Link Was ist ein EKG?

Die PPG (Photoplethysmographie) dagegen ist ein optisches Verfahren, das mithilfe von Licht misst, wie sich der Blutfluss in den kleinen Gefäßen unter der Haut verändert. Dazu wird meist eine kleine Lichtquelle (z. B. eine LED) und ein Lichtsensor verwendet. Wenn das Herz schlägt, fließt mehr Blut durch die Gefäße, und das verändert die Lichtmenge, die vom Gewebe zurückgeworfen wird. Daraus kann man den Puls, die Herzfrequenz und sogar die Sauerstoffsättigung des Blutes berechnen. Wenn Sie noch mehr über PPG-Messungen erfahren möchten, klicken Sie den Link Was ist PPG?

Der wichtigste Unterschied ist also: 

  • Das EKG zeigt die elektrische Aktivität des Herzens – also den Auslöser des Herzschlags, 
  • Die PPG zeigt die Auswirkungen des Herzschlags, nämlich den Blutfluss, der durch die Pumpbewegung des Herzens entsteht. 

 

Beide Verfahren haben ihre Stärken und werden je nach Bedarf eingesetzt. Das EKG ist genauer, wenn es um Rhythmusstörungen oder Herzkrankheiten geht, während die PPG sich gut für einfache Überwachung, z. B. beim Sport oder zur Puls- und Sauerstoffmessung im Alltag, eignet.